Neuroästhetische Kunstführungen

Neuroästhetische Kunstführungen für Krebsbetroffene und Angehörige

Seit 2023 lädt das Klinikum Stuttgart Krebspatientinnen und -patienten sowie ihre Angehörigen zu ganz besonderen Museumsführungen ein. Die Idee dabei: Kunst nicht nur anschauen, sondern sie als Kraftquelle erleben – fürs Denken, Fühlen und Wohlbefinden.

Die Führungen finden regelmäßig in der Staatsgalerie Stuttgart und dem Kunstmuseum Stuttgart sowie seit diesem Jahr auch im Städtischen Lapidarium Stuttgart statt. Dort gibt es Raum für Austausch, gemeinsames Erleben und neue Eindrücke – fernab von Klinikalltag und Behandlungen.

Die Basis für das Projekt sind Erkenntnisse aus Neurowissenschaft, Neuroästhetik und Neuroplastizität. Studien zeigen: Kunstbetrachtung kann Stress und Angst reduzieren, Konzentration und Gedächtnis stärken – und die eigene Kreativität anregen.

Entwickelt wurde das Angebot von der Neurochirurgin Minou Nadji-Ohl gemeinsam mit dem Kunstvermittler Andreas Pinczewski. Die Themen reichen von „Symmetrie und Balance“ bis „Perspektive und Kontrast“. Die Werke werden dabei nicht kunsthistorisch erklärt, sondern regen zur eigenen, intuitiven Auseinandersetzung an. Auch praktische Dinge wie angenehme Laufwege im Museum werden berücksichtigt, damit die Führungen wohltuend und nicht anstrengend sind.

Im Anschluss gibt es im Stuttgart Cancer Center die „KunstKraftWerkstatt“: eine kreative Nachbereitung, in der Erlebnisse künstlerisch vertieft werden können.

Dank der Unterstützung der Rainer Beck Stiftung für Kunst und Leben ist die Teilnahme für Betroffene und ihre Angehörigen kostenlos.

Informationen zum Angebot und zu den Terminen finden Sie auf der Webseite des Klinikum Stuttgart.


Fotos: Klinikum Stuttgart