Der Schlangenjunge
Ein Filmprojekt über Young Carers
SCHLANGENJUNGE ist ein Filmprojekt über eine Realität, die oft unsichtbar bleibt: die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen, die psychisch erkrankte Eltern betreuen – sogenannte Young Carers. In Deutschland sind rund 480.000 junge Menschen betroffen. Sie übernehmen früh Verantwortung, oft im Stillen, und tragen eine Last, die ihre Kindheit prägt. Der Film erzählt von Kilian, 12 Jahre alt, der in prekären Verhältnissen lebt und Schlangen züchtet, um Kontrolle über sein Leben zu gewinnen.
SCHLANGENJUNGE ist ein sensibles, poetisches Jugenddrama über Überlebensstrategien, Freundschaft und den Mut, sich Hilfe zu holen. Entstehen wird der Film mit einem jungen Team der Filmakademie Baden-Württemberg in Koproduktion mit SWR/ARTE.
Besonders wichtig ist der partizipative Ansatz: Bereits im Drehbuchprozess wird mit betroffenen Jugendlichen zusammengearbeitet, damit ihre Stimmen gehört werden. Für die Rollen werden gezielt Kinder mit ähnlichem Erfahrungshintergrund gecastet – so entsteht nicht nur authentisches Erzählen, sondern auch kulturelle Teilhabe und ein erster Zugang zur kreativen Praxis.
Der Film richtet sich an Jugendliche ab 12 Jahren sowie an pädagogische Fachkräfte. Neben Kinoeinsätzen sind Vorführungen in Schulen und Jugendeinrichtungen geplant, begleitet von moderierten Gesprächen über psychische Gesundheit, familiäre Belastung und Resilienz. Unser Ziel: einen geschützten Resonanzraum zu schaffen, in dem junge Menschen spüren: ‚Ich bin nicht allein.‘ SCHLANGENJUNGE verbindet künstlerischen Anspruch mit gesellschaftlicher Verantwortung – und will Perspektiven eröffnen, die stärken, verbinden und heilen.

Fotos: Filmprojekt SCHLANGENJUNGE